Mit dieser Haltung kommen Lehrkräfte gut durch die Corona Pandemie und „home teaching“

Diese Pandemie-Zeiten sind sehr fordernd für alle, die Lernen und Prüfungsvorbereitung, Unterricht oder Vorlesungen aufrecht erhalten wollen und sollen.
Home schooling und home teaching – wie soll denn das gehen?

Die digitalen Möglichkeiten sind – so stellt sich jetzt heraus – beschränkt und die Organisation des Hometeaching und auch der Homeschool ist komplex, anstrengend und hat mit dem normalen Alltag von Lehrern und Schülern mal rein gar nichts zu tun.

Die Ungewissheit, wie es weitergeht mit Übertritt, Schuleinschreibung, Wechsel an weiterführende Schulen, Probeunterricht, Einschreibung an der Uni, Abitur usw. nagt zusätzlich an den Nerven.

Wichtiger denn je ist es gerade für Lehrer und Eltern, jetzt gut für sich selbst zu sorgen und der Situation gelassen zu begegnen. Einatmen, ausatmen. Der Rest ergibt sich.

Tipps, um während der Corona Pandemie optimistisch, entspannt und gelassen zu bleiben

Rechne mit Fehlern und missglückten Versuchen digitales Lernen zu initiieren

Verabschiede dich von deinem Wunsch, alles perfekt machen zu wollen. Perfektes Layout, 150% iges Einhalten der DSGVO und datenschutzrechtlichen Bestimmungen, perfekte Feedbackschleifen etc..
Freu dich auf eine extrem steile Lernkurve. Du wirst schnell merken, was funktioniert, wo es hakt und knirscht.

Versuche dich mit deinen Schülerinnen und Schülern live und in Farbe 😉 zu verbinden

Wir sind soziale Wesen und brauchen echten Kontakt. Klar – mailen und textbasierte Kommunikation geht schon eine Zeitlang – aber es ist auch unglaublich ermüdend für alle.

onlinecoaching lernfex nicole richter Prüfungscoach

Live Schalte mit Schüler*innen oder Coachées – das geht!  – Foto: Alla Wiedemann

Mit diesen Tools und Ideen kannst du den persönlichen Kontakt zu Eltern und Schülern aufrecht erhalten

Mach doch mal ein kurzes Video – sag persönlich „Hallo“ und gib die Hausaufgabe so auf. Verschicke das Video per Messenger, Mail, poste es auf Vimeo* oder youtube* als privaten (und somit nicht öffentliches) Video und verschicke den Link per Email. Ich nutze loom* – das geht super schnell und unkompliziert. (*unbezahlte Werbung) Hier ein Beispiel für ein schnelles spontan erstelltes Video zur Lernplanung in homeschooling Online Lernen während der Corona Quarantäne – Hilfe zum Strukturieren der Arbeitsaufträge.

Mit zoom.us* mache ich gerade online Unterricht. Die Schüler*innen erhalten den link von mir, wir können sogar kooperativ arbeiten mit Partnerarbeit in unterschiedlichen „Räumen“ und ein Tafelbild oder eine Datei gemeinsam bearbeiten. Auch ein Laufdiktat haben wir schon gemacht, um etwas mehr Bewegung in die Quarantäne und das Online Lernen zu bekommen. *keine Werbung, aber ich glaub ich muss das trotzdem schreiben: unbezahlte Werbung.

Organisiere einen virtuellen Kaffeeklatsch mit lieben Kolleg*innen – auch mit einer Videoplattform. Das macht Spaß und jeder fühlt sich ein bisschen weniger als isolierter Corona-Alien.

Stress dich nicht, wenn irgend etwas nicht gleich funktioniert. Dein Schüler*innen sind in jedem Fall dankbar dafür, dass du dir pragmatische Lösungen ausdenkst.

Frag deine Schüler*innen was sie brauchen (und was nicht)

Lass dir Feedback geben und dich auch mal von deinen Schüler*innen coachen in Bezug auf online Tools. Gerade in der Gamer-Szene gibt es einige Plattformen, die auch für den Unterricht funktionieren können (und by the way – die haben Server, die nicht gleich abstürzen)

Frag deine Schüler, welche Unterstützung sie von dir brauchen – manche kommen super zurecht mit dem selbstorganisierten Arbeiten, manche brechen zusammen und schaffen gar nichts mehr. Hier geht genau „die Bildungsschere“ auf.

Vergiss „School and class management as usual“

Du wirst weniger Stoff schaffen, deine Schüler*innen werden u.U. weniger konsequent dran bleiben – du wirst von manchen Hausaufgaben verspätet bekommen etc. etc. Die Pandemie ist für alle eine Herausforderung und die Ungewissheit, was mit Noten, Schulaufgaben, dem restlichen Schuljahr ist etc. nagt an jedem. Also – bleib locker und vermittle das auch den Eltern.

Jeder tut gerade sein Bestes, und so optimal wie möglich geht auch. Über so ein Feedback freuen sich übrigens die Eltern auch – die machen grad einen irren Job zwischen Kinderbetreuung, Homeoffice und Homeschooling…

Auch das Kultusministerium, die digitalen Berater*innen und Datenschutzbeauftragten rotieren gerade. Was eben noch erlaubt war, ist morgen vielleicht als pragmatisches Tool untersagt oder oder oder.

Nimm jede neue Wendung und Überraschung als Chance selbst locker und flexibel zu bleiben.

Reduziere die Arbeitsaufträge

Überleg dir mal ehrlich: Was schaffst du normalerweise im Unterricht in deinem Klassenzimmer? Wieviel Unterrichtszeit bleibt dir, nachdem du

  • den Beamer angemacht, deine Schultasche aufs Pult gestellt, und deine Klasse begrüßt hast?
  • die Hausaufgaben korrigiert hast, Arbeitsanweisungen, Erklärungen etc.?
  • Notenerhebnung, Abfragen und organisatorischem Kram?

Sicher nicht exakt 45 Minuten. Also brauchst du auch keine Arbeitsaufträge für exakt 45 Minuten geben, sondern vielleicht nur für 30 Minuten. Denk auch dran, dass die Selbstorganisation im Homeschooling die Lernenden Zeit kostet. Einloggen auf Plattformen, die bei den Zugriffsraten in die Knie gehen, Mails zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausdrucken, wo doch die Eltern selbst am Rechner sitzen. Und und und…

Such dir online Angebote, mit denen deine Klasse üben kann und sofort ein Feedback erhält. Die gibt es zu Hauf im Netz. Nutze auch fertige Youtube Videos, die deinen Unterrrichtsstoff erklären. DAFÜR brauchst du kein eigenes Video machen – feck perfuction!

Sorg für Bewegung und genügend Offline-Pausen!

So ein Arbeiten – permanent am Computer – ist anstrengend. Du hast ständig zu tun, isst nebenbei und hast am Abend doch nicht das Gefühl etwas „geschafft“ zu haben. Ist halt alles nur „virtuell“.

Verordne dir auch selbst Bewegungspausen. Geh raus. Oder schnapp dir eine Yogamatte und nutze die vielen Trainingsideen aus dem Internet. Atme, meditiere. Tue all das, was dir gut tut und dich mit dir selbst und anderen verbindet und dich entspannt bleiben lässt.

Entspannung

Wenn du Familie hast, vereinbart Zeiten, die ihr gemeinsam verbringt und erlaubt euch auch Auszeiten voneinander. Achte aber darauf, dass nicht jeder nur im Internet verschwindet, sondern es auch offline Zeiten gibt!

Schreib deine Gedanken in diesen verrückten Zeiten auf

Notiere deine Gedanken –

  • wie geht es dir?
  • Welche Herausforderungen siehst du?
  • Was lernst du in dieser Corona Quarantäne über dich und andere?
  • Was ist jetzt plötzlich möglich, was vorher eher schwierig schien?
  • Kannst du  dieser Situation auch etwas Positives abgewinnen?
  • Welche veränderte Haltung und Einstellung willst du in der Zeit nach Corona in deinen Alltag integrieren?

Übrigens – schreib das gerne unten in die Kommentare! Auch das ist Kontakt. Ich antworte auf jeden Fall persönlich und einigermaßen schnell 🙂 

Halt die Ohren steif und bleib zuversichtlich. Alles andere ergibt sich.

Nicole – chronisch optimistisch. Und trotzdem auch dünnhäutig in diesen Zeiten… 🙂

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